Rechtliches

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand: August 2026

1. Geltungsbereich

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen Kevolo – W. Wahidi, Leberecht-Migge-Anlage 10, 60438 Frankfurt am Main (nachfolgend „Anbieter") und den Kunden über die Nutzung der Softwarelösung „Kevolo". Abweichende Bedingungen des Kunden finden keine Anwendung, es sei denn, der Anbieter stimmt ihnen ausdrücklich schriftlich zu.

Das Angebot des Anbieters richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, an juristische Personen des öffentlichen Rechts und an öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern im Sinne des § 13 BGB findet nicht statt. Sämtliche Preisangaben des Anbieters sind dementsprechend Nettopreise zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer.

2. Vertragsgegenstand

Der Anbieter stellt dem Kunden die Software „Kevolo" (Warenwirtschaft, Ladenkasse, Onlineshop und zugehörige Module) in Form eines Software-as-a-Service (SaaS) über das Internet zur Nutzung bereit. Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus dem bestellten Paket (Starter, Business oder Enterprise) und der jeweiligen Auftragsbestätigung.

3. Testphase

Der Anbieter kann dem Kunden eine kostenlose Testphase von 14 Tagen einräumen. Die Testphase endet automatisch; ohne aktive Bestellung durch den Kunden entsteht keine Zahlungspflicht und es ist keine Kündigung erforderlich.

4. Preise und Zahlungsbedingungen

Es gelten die zum Zeitpunkt der Bestellung gültigen Preise. Starter kostet 29 € und Business 49 € pro Monat, jeweils zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer; das Paket Enterprise wird individuell vereinbart. Optionale Zusatzmodule — etwa die TSE für die Kassensicherungsverordnung — werden gesondert ausgewiesen. Der Kunde wählt bei Bestellung zwischen monatlicher und jährlicher Zahlweise; die Abrechnung erfolgt im Voraus. Für die Vertragslaufzeit und deren Beendigung gilt Ziffer 8.

5. Verfügbarkeit

Der Anbieter bemüht sich um eine Verfügbarkeit von 99,5 % im Jahresmittel. Hiervon ausgenommen sind Zeiten, in denen die Server aufgrund von technischen oder sonstigen Problemen, die nicht im Einflussbereich des Anbieters liegen (höhere Gewalt, Verschulden Dritter etc.), nicht erreichbar sind. Wartungsfenster werden nach Möglichkeit außerhalb der üblichen Geschäftszeiten angekündigt.

6. Datenschutz und Auftragsverarbeitung

Soweit der Anbieter im Auftrag des Kunden personenbezogene Daten verarbeitet, gilt der Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO. Er wird mit dem Abschluss des kostenpflichtigen Abonnements einbezogen. Ergänzend gelten die Bestimmungen der Datenschutzerklärung.

Hosting und Speicherung der Kundendaten erfolgen ausschließlich innerhalb der Europäischen Union. Für einzelne, im Vertrag zur Auftragsverarbeitung benannte optionale Zusatzfunktionen – derzeit die KI-gestützte Bilderzeugung – werden Inhalte an einen Dienstleister mit Sitz in den Vereinigten Staaten übermittelt; diese Funktionen werden nur auf ausdrückliche Veranlassung ausgeführt.

7. Pflichten des Kunden

Der Kunde ist für die Rechtmäßigkeit der von ihm eingestellten Inhalte und Daten sowie für die Geheimhaltung seiner Zugangsdaten verantwortlich. Er stellt sicher, dass die Nutzung der Software im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen erfolgt.

Der Kunde ist für die Erfüllung seiner handels- und steuerrechtlichen Aufbewahrungspflichten (insbesondere § 147 AO, § 257 HGB) selbst verantwortlich. Der Anbieter stellt hierfür während der gesamten Vertragslaufzeit Exportfunktionen in maschinell auswertbarer Form bereit, einschließlich des Kassenexports nach DSFinV-K. Der Kunde ist gehalten, seine Daten regelmäßig, spätestens jedoch vor Vertragsende zu exportieren und in seinem eigenen Verantwortungsbereich aufzubewahren. Der Anbieter schuldet keine Aufbewahrung über das Vertragsende hinaus.

8. Vertragslaufzeit und Kündigung

Die Mindestvertragslaufzeit beträgt zwölf Monate, gerechnet ab Beginn des kostenpflichtigen Abonnements. Sie gilt unabhängig davon, ob der Kunde die monatliche oder die jährliche Zahlweise gewählt hat. Der Vertrag kann von beiden Parteien mit einer Frist von vier Wochen zum Ende der jeweiligen Laufzeit in Textform (z. B. E-Mail) gekündigt werden. Wird nicht fristgerecht gekündigt, verlängert sich der Vertrag jeweils um weitere zwölf Monate. Die kostenlose Testphase nach Ziffer 3 unterliegt keiner Mindestlaufzeit und endet automatisch. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Für den Datenexport und die Löschung nach Vertragsende gilt Ziffer 9.

9. Datenexport, Stilllegung und Löschung nach Vertragsende

(1) Export während der Laufzeit. Der Kunde kann seine Daten während der gesamten Vertragslaufzeit jederzeit selbst über die bereitgestellten Exportfunktionen ausleiten. Der Anbieter weist ihn nach Zugang einer Kündigung in Textform sowie erneut 14 Tage und 3 Tage vor dem Vertragsende auf diese Möglichkeit und auf die Folgen der Löschung hin.

(2) Stilllegung. Mit Ablauf der bezahlten Vertragslaufzeit werden der Zugang zur Anwendung sowie alle abhängigen Dienste beendet. Dies umfasst insbesondere das Abonnement, den Online-Shop, die verbundenen Domains und die technische Sicherheitseinrichtung der Kasse. Die Daten bleiben in diesem Zeitraum gespeichert, sind für den Kunden jedoch nicht mehr abrufbar.

Der Kunde kann bei der Kündigung stattdessen die sofortige Beendigung des Zugangs wählen. Die Zahlungspflicht bis zum Ende der Laufzeit bleibt davon unberührt.

(3) Löschung. 30 Tage nach der Stilllegung werden sämtliche Daten des Kunden endgültig und unwiederbringlich gelöscht. Der Anbieter bestätigt die Löschung in Textform. Innerhalb dieser 30 Tage kann der Kunde die Löschung durch Mitteilung in Textform aufhalten.

(4) Sicherungskopien. Turnusmäßig erstellte, verschlüsselte Sicherungskopien werden nicht gesondert bearbeitet; sie laufen nach spätestens sechs Monaten planmäßig aus. Ein Zugriff auf diese Kopien zum Zweck der Wiederherstellung einzelner Kundendaten findet nach der Löschung nicht statt.

(5) Kündigung und Löschung sind derselbe Vorgang. Die Kündigung des Vertrags führt nach den Absätzen 2 und 3 zur Löschung der Daten; einer gesonderten Beauftragung bedarf es nicht. Umgekehrt gilt ein innerhalb der Anwendung erteilter Löschauftrag zugleich als Kündigung zum nächstmöglichen Zeitpunkt. Vor Erteilung bestätigt der Kunde ausdrücklich, dass ihm die Unwiederbringlichkeit der Löschung und deren Folgen für seine eigenen Aufbewahrungspflichten bekannt sind.

(6) Kassendaten. Der Kunde nimmt zur Kenntnis, dass die technische Sicherheitseinrichtung der Kasse mit der Stilllegung dauerhaft deaktiviert wird und die zugehörigen Kassenjournale danach durch den Anbieter nicht mehr hergestellt werden können. Der Export nach DSFinV-K ist deshalb vor dem Ende der Vertragslaufzeit vorzunehmen.

10. Haftung

Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen. Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht) und begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden. Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen. Die Verantwortung des Kunden für den Export und die Aufbewahrung seiner Daten richtet sich nach Ziffer 7 und Ziffer 9.

11. Schlussbestimmungen

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gerichtsstand ist, soweit gesetzlich zulässig, Frankfurt am Main. Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.